Hameg-Interface - PC-Software

Im ersten Teil habe ich bereits das Interface selbst vorgestellt. Es ist aber höchst umständlich, jedesmal ein Terminalprogramm zu starten, es zu konfigurieren, die Daten auszulesen, abzuspeichern und in einer anderen Software grafisch darzustellen.

[werbung] Wie gut, dass ich nebenher gerade das Buch "Windows-Programmierung" von Charles Petzold gelesen hatte, steht da doch alles drin, was man braucht, um selbst Windows-Programme zu schreiben ! [/werbung]

Deshalb sollte eine kleine Applikation entstehen, die die Daten des Interfaces übernimmt und am Bildschirm anzeigt. Außerdem soll es möglich sein, die Daten sowohl als Text als auch als Grafik abzuspeichern und auf einem Drucker auszugeben. Damit man später weiß, in welchem Spannungs- und Zeitbereich die Aufnahme gemacht wurde, wird am unteren Rand die Einstellung der Vorverstärker und der Zeitbasis eingeblendet; diese können im Programm eingestellt werden (sie werden vom Oszi nicht übertragen).

Das Programm

Die Applikation ist komplett in C unter der kostenlosen Entwicklungsumgebung PellesC entstanden, die auch einen Ressourceneditor enthält und sich damit beispielsweise gegenüber Dev-C++ auszeichnet. Etwas fuckelig war das Parsing der Ausgaben vom Interface, da dieses ja darauf ausgelegt ist, mit einem Terminalprogramm zu kommunizieren und deswegen auch Beschreibungstexte mit ausgibt. Sollten Sie die hier beschriebene Software verwenden wollen, achten Sie bitte darauf, die Ausgabetexte des Interface nicht zu verändern, da sonst unter Umständen das Zusammenspiel nicht mehr klappt.

Hauptfenster der Anwendung

Das Bild zeigt den Hauptschirm des Hameg-Interface. Die beiden Sinuskurven sind vom Programm erzeugt und werden angezeigt, solange keine Daten vom Interface übernommen wurden. Die komplette Bedienung des Programms erfolgt menügesteuert. In den Menüs Kanal 1, Kanal 2 und Zeitbasis können die Einstellungen vom Oszi eingetragen werden, die dann am unteren Bildrand eingeblendet werden. Ein Rechnen z.B. bei 10:1- oder 100:1-Tastköpfen oder bei einer am Oszi gewählten Vorverstärkung von 5 ist nicht notwendig, auch diese Einstellungen können im Menü gemacht werden; die Einblendung ergibt automatisch die richtigen Werte.

Die Kommunikation mit dem Interface erfolgt über das Menü Interface, in dem die Daten vom Oszi direkt oder vom Speicher des Interface ausgelesen werden können. Über den Punkt Einstellungen... kann die Schnittstelle gewählt werden, an der das Interface angeschlossen ist. Im Menü Datei können die jeweils dargestellten Daten schließlich als Textdatei oder als Grafik (sprich: EMF-Datei) gespeichert oder ausgedruckt werden.

Download

Das Programm kann hier als komplettes Projekt heruntergeladen werden. Zum Ausführen benötigen Sie lediglich die enthaltene EXE-Datei, die Sie unter Windows direkt starten können. Auch wenn Sie kein Interface besitzen, können Sie das Programm mit den beiden Sinuskurven ausgiebig austesten. Da das Programm ausschließlich auf die WinAPI aufbaut, sind keine externen Packages, DLLs oder Sonstiges notwendig.