Tesla-Spule mit Zeilentrafo

"Solid State" bedeutet, dass diese Form des Tesla-Generators ohne mechanische Teile (Funkenstrecke) auskommt und auf Basis von Transistoren aufgebaut ist. Der Vorteil ist, dass dieser Generator praktisch völlig lautlos arbeitet, der Nachteil ist jedoch, dass man nur einen Bruchteil der Ausgangsspannung eines "echten" Teslatrafos zur Verfügung hat. Für erste Versuche mit Hochspannung eignet er sich aber bestens.

Im Bild unten ist die recht einfache Schaltung zu sehen (aus: Günter Wahl - Faszinierende Experimente mit selbstgebauten Teslaspulen; Franzis-Verlag). Zentraler Bestandteil ist ein alter Zeilentrafo aus einem (S/W-)Fernseher, der jedoch nicht vergossen sein darf. Die Hochspannungswicklung bleibt erhalten, die Primärwicklungen werden entfernt und entsprechend den Angaben in der Schaltung neu gewickelt. Die Transistoren sollte man auf Kühlkörper setzen, da diese schon nach recht kurzer Zeit recht heiß werden können.

Schaltung des Solid-State Teslagenerators
Aufbau der Schaltung

Die Firma Oppermann hat einmal alle benötigten Teile als Set angeboten. Eventuell sind solche Sets dort noch erhältlich (Stichwort "Tesla 20"). Der Aufbau meines Generators sieht zugegeben etwas provisorisch und dilettantisch aus, aber er funktioniert bestens und er soll ja auch nur für den kleinen Experimentierhunger zwischendurch herhalten.

Es lassen sich hübsche kleine Entladungen erzeugen. Leider sind diese in natura wesentlich schöner als auf den folgenden Bildern, da sie mit der Kamera nur schwer einzufangen sind. Aber zumindest ein kleiner Eindruck lässt sich gewinnen.

Überschlag

Hier ist der Überschlag zwischen zwei Drahtenden zu sehen, der eine Länge von etwa 6 mm hat. Der Funke ist lautlos (stabiler Lichtbogen) und extrem heiß, man kann Papier oder einen Zahnstocher problemlos an ihm entzünden.

Lampe 1

Hier wird eine große Glühlampe an den Ausgang des Generators angeschlossen. Sie hat einen Durchmesser von etwa 120 mm.

Lampe 2

Bei diesem Foto betrug die Belichtungszeit etwa 1 Sekunde. Man sieht, wie die Entladung im Glaskolben hin und her wandert. Wenn man den Glaskolben außen mit dem Finger berührt, konzentrieren sich dort die Entladungskanäle.

Lampe 3

Hier hab ich 4 Sekunden lang belichtet. Übrigens arbeiten Plasmalampen genau nach dem gleichen Prinzip, allerdings sind sie mit einem anderen Gas gefüllt, so dass sich die Entladungen noch schöner ausbilden.